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KI im Unternehmen: Weshalb Kontext zur entscheidenden Superpower wird

Large Language Models sind leistungsfähig, bleiben im Unternehmensalltag ohne Einbettung in Unternehmensdaten jedoch oft wirkungslos. Erst im Zusammenspiel mit Business Intelligence und Analytics wird KI verlässlich.

Hast du einmal versucht, einen KI-Chatbot Businessdaten auswerten zu lassen, die verstreut in verschiedenen Quellen steckten? In einem Excel-Dokument zum Beispiel, dazu in einer gescannten Tabelle aus dem gedruckten Geschäftsbericht, plus zwölf E-Mails aus dem Vertriebsteam? Da gilt es, auf Expertenlevel zu prompten. Trotzdem wird die KI mit Sicherheit Details aus dem PDF-Scan falsch lesen, beim Rechnen Fehler machen und trotz genauer Anweisungen Teile der Aufgabe vergessen. Vor allem weiß der Chatbot natürlich nicht, was er da tut. Ohne manuelle Nacharbeit dürften die Ergebnisse kaum zu gebrauchen sein.

KI im Unternehmen
Von Daten zu Entscheidungen: Wie kontextuelle KI Unternehmen smarter macht.

KI-Systeme allein können zwar sehr gut Muster erkennen und schnell Output generieren, doch ihnen fehlt im Businessumfeld oft der Kontext. Der Grund: Sie sind meist nicht in die Produktivsysteme eines Unternehmens integriert. Ein Large Language Model ohne direkte Anbindung an das Controlling oder die Kundendatenbank (Customer Relationship Management, CRM) versteht nicht, dass ein Umsatzrückgang im dritten Quartal mit neuer Konkurrenz zusammenhängt, die gerade in den Kernmarkt eingetreten ist. Es kann nicht einschätzen, ob eine Prognose für das nächste Jahr realistisch ist, weil ihm die Entwicklung der vergangenen Jahre fehlt.

Wenn Business Intelligence allein nicht mehr ausreicht

Auf der anderen Seite kommen klassische Business-Intelligence-Systeme, die Unternehmensdaten erfassen, auswerten und visualisieren, in unserer krisengeschüttelten Gegenwart ebenfalls an ihre Grenzen. Zwar haben sich BI-Lösungen mit Dashboards, Reports und Analysen bewährt und Manager lange bei datenbasierten Entscheidungen unterstützt. Doch die Geschwindigkeit und Flexibilität klassischer BI-Setups reichen heute oft nicht mehr aus.

Analysen sind häufig rückblickend, Anpassungen zeitaufwendig, und viele Erkenntnisse bleiben in einzelnen Abteilungen stecken. Die Zukunft gehört daher der sogenannten kontextuellen Intelligenz, einer klugen Verbindung aus Business Intelligence, Analytics und KI-Methoden wie Machine Learning.

Ein sinnvoller Einsatz von KI entsteht nicht durch Sprachmodelle allein, sondern durch Systeme, die Daten verstehen, einordnen und in einen geschäftlichen Zusammenhang stellen können.

Ein sinnvoller Einsatz aus LLMs und BI ist für die Zukunft unverzichtbar
Ein sinnvoller Einsatz aus LLMs und BI ist für die Zukunft unverzichtbar. (Bild: Delook Creative)

Autonome KI-Agenten: Der Beginn einer neuen Ära

KI ist in Unternehmen klar auf dem Vormarsch. Der Anbieter cloudbasierter Unternehmenssoftware Zoho hat in seiner „Digital Health“-Studie von 2024 ermittelt: Für 50 Prozent der befragten Führungskräfte spielt KI in der digitalen Transformation eine sehr große Rolle, entsprechend hoch sind die geplanten Investitionen. 20 Prozent sehen KI bereits als entscheidenden Wettbewerbsfaktor und nutzen sie aktiv. Der Enterprise AI Maturity Index 2024 des US-Softwareunternehmens ServiceNow in Zusammenarbeit mit Oxford Economics zeigt zudem: 44 Prozent der befragten Unternehmen haben den Einsatz von KI im Bereich Chatbots zuletzt verbessert.

Viele dieser Anwendungen sind jedoch noch Vorstufen auf dem Weg zur kontextuellen Intelligenz. Moderne Systeme kombinieren Analytics, Machine Learning und Automatisierung und agieren zunehmend als KI-Agenten. Sie ermöglichen Self-Service-Analysen, bei denen Mitarbeitende Business-Intelligence-Systeme per Sprache oder Text um neue Dashboards bitten können. Gleichzeitig erkennen sie selbstständig Auffälligkeiten in Daten und leiten daraus Aktionen ab.

So stellen kontextuelle Systeme etwa fest, dass die Verkaufszahlen in einem bestimmten Segment zurückgehen, und weisen automatisch passende Aufgaben an den Vertrieb zu. Auf Basis von Kaufhistorien, Marktbedingungen und individuellen Präferenzen erstellen sie personalisierte Angebote und schlagen optimale Zeitpunkte für die Kundenansprache vor – ein klassisches Beispiel für Predictive Analytics im Unternehmensalltag.

Zoho Zia: Kontextuelle Intelligenz in der Praxis

Zoho zählt zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Das Unternehmen betreut mehr als 130 Millionen Nutzer in über einer Million Unternehmen weltweit und zeigt, wie KI mit Geschäftskontext funktionieren kann. Mit Zoho Analytics stellt der Anbieter eine Plattform bereit, die Daten aus unterschiedlichsten Quellen zusammenführt, analysiert und visualisiert. Machine-Learning-Modelle erkennen dabei Trends, Abweichungen und Zusammenhänge, die mit klassischen BI-Methoden schwer sichtbar wären.

Der KI-Assistent Zia ergänzt diese Analyseebene um kontextbezogene Intelligenz. Er lässt sich nicht nur mit dem Zoho CRM, sondern auch mit Software anderer Hersteller verbinden. Auf dieser Basis kann Zia Verkäufe, Kundensegmente, Abwanderungsrisiken oder Produktnachfrage prognostizieren. Welche Deals sind besonders vielversprechend? Wann ist der beste Zeitpunkt für die Kontaktaufnahme mit einem Lead? Welche Kunden benötigen besondere Aufmerksamkeit?

Mit Zoho Creator steht zusätzlich eine Plattform zur Verfügung, mit der Unternehmen auch ohne tiefgehende Programmierkenntnisse individuelle Anwendungen entwickeln können – etwa zur Abbildung interner Prozesse mit Formularen, Workflows und Dashboards. Zia unterstützt dabei kontextbezogen, macht Vorschläge zur Optimierung und hilft, unstrukturierte Daten zu bereinigen. Als kontextuelle Intelligenz fungiert sie so zunehmend als Orchestrator kompletter Workflows.

Verantwortung als Grundlage

Ein zentraler Aspekt kontextueller KI ist Vertrauen. Zoho setzt daher auf einen konsequenten „Responsible AI“-Ansatz. Bereits seit 2006 verfügt das Unternehmen über eigene Datenschutzrichtlinien, die kontinuierlich weiterentwickelt werden. Von weltweit 16 Rechenzentren befinden sich zwei in der Europäischen Union, was ein wichtiger Faktor für Unternehmen mit hohen Anforderungen an Datenschutz und Compliance.

Die neue Superpower

Die entscheidende Formel für die Zukunft lautet: AI (Machine Learning, Automatisierung) + BI (Analytics) = CI (Contextual Intelligence). Unternehmen, die diese Gleichung lösen, gewinnen mehr als Effizienz. Sie schaffen ein tiefes Verständnis für ihr Geschäft und sichern sich damit die neue Superpower des digitalen Zeitalters.