- Fachbeitrag
Dealer-Management neu gedacht: Wie Plattformen komplexe Händlernetzwerke strukturieren
Genau an diesem Punkt wird deutlich, warum klassische Softwareansätze oft an ihre Grenzen stoßen. Ein Händlernetzwerk lässt sich nicht wie ein einzelner Standort abbilden. Es braucht flexible Strukturen, unterschiedliche Rollen, lokale Besonderheiten und gleichzeitig eine konsistente Datenbasis.
Das Dealer-Management-System als Beispiel für einen Plattformansatz
Ein Dealer-Management-System eignet sich gut, um diese Problematik zu verdeutlichen. Es ist kein einzelner Prozess, sondern eher eine Kombination aus Kundenmanagement, Bestandsübersicht, Servicekoordination, Abrechnung und Analyse. Entscheidend ist dabei weniger die einzelne Funktion als die Frage, wie diese Bereiche miteinander verbunden sind.
Plattformen wie Zoho setzen genau hier an. Statt ein fertiges, starres DMS-Produkt bereitzustellen, stellt Zoho eine modulare Produktpalette zur Verfügung, aus der sich ein Dealer-Management-System als Vertical aufbauen lässt. CRM, Bestandsverwaltung, Finanzprozesse, Analytics und Automatisierung greifen auf einer gemeinsamen Datenbasis ineinander.
Diese Logik erlaubt es Unternehmen, Prozesse abzubilden, ohne sie künstlich zu vereinheitlichen. Händler behalten ihre Eigenständigkeit, während zentrale Einheiten Transparenz und Steuerungsmöglichkeiten gewinnen.
Wie Mercedes-Benz India eine Plattform für sein Händlernetz nutzt
Wie ein solcher Ansatz in der Praxis aussehen kann, zeigt das Beispiel von Mercedes-Benz India. Das Unternehmen stand vor der Aufgabe, ein landesweit verteiltes Händlernetzwerk digital zu modernisieren, ohne lokale Abläufe zu überformen. Statt einer klassischen Einzellösung wurde eine Plattformarchitektur auf Basis von Zoho gewählt, die bestehende Prozesse abbildet und miteinander verknüpft.
Kundendaten, Vertriebsinformationen, Serviceprozesse und Reporting wurden so zusammengeführt, dass Händler und Zentrale auf denselben Informationsstand zugreifen. Entscheidender als einzelne Funktionen war dabei die durchgängige Datenlogik. Prozesse ließen sich automatisieren, ohne an Flexibilität zu verlieren. Gleichzeitig wurde die Fehleranfälligkeit reduziert, weil Informationen nicht mehr mehrfach gepflegt werden mussten
Warum Plattformen für Verticals immer relevanter werden
Das Beispiel zeigt, warum Plattformen für vertikale Anwendungsfälle an Bedeutung gewinnen. Sie bieten Unternehmen die Möglichkeit, komplexe Organisationsformen abzubilden, ohne sich langfristig an starre Softwaremodelle zu binden. Neue Anforderungen lassen sich ergänzen, bestehende Prozesse anpassen und regionale Besonderheiten berücksichtigen.
Gerade für Händlernetzwerke, Franchise-Modelle oder Partnerorganisationen entsteht so ein System, das mit dem Unternehmen wächst und nicht bei jeder Veränderung neu gebaut werden muss.
Nicht das DMS ist entscheidend, sondern die Plattform dahinter
Ein Dealer-Management-System ist kein Selbstzweck. Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie Unternehmen mit einer flexiblen Plattform komplexe Strukturen beherrschbar machen können. Zoho zeigt, wie sich mit einer integrierten Produktlandschaft individuelle Verticals aufbauen lassen, ohne in isolierte Tools oder kostspielige Sonderlösungen zu verfallen.
Im Zoho Brandhub auf t3n findest du weitere Inhalte zu Digitalisierung, Plattformen und Prozessen.